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Stahltarifstreit: Tausende im Warnstreik

Hannover/Düsseldorf. Rund 11.400 Beschäftigte der Eisen- und Stahlindustrie in Nordwestdeutschland haben sich am Montag an weiteren Warnstreiks im laufenden Tarifkonflikt beteiligt. Nach Angaben der IG Metall kamen etwa 3.500 Menschen in Salzgitter zur größten Einzelkundgebung in der Region zusammen. In Duisburg waren es knapp 2.200, in Bremen und in Mülheim jeweils rund 1.000, in Bochum 800. Für die niedersächsischen Standorte Georgsmarienhütte und Peine wurden 450 beziehungsweise 300 Demonstranten gemeldet. Angesichts der rasanten Inflation verlangt die IG Metall 8,2 Prozent mehr Geld über eine Laufzeit von einem Jahr als nachhaltige, tabellenwirksame Erhöhung. Auch die ostdeutsche Stahlindustrie mit ihren zirka 8.000 Beschäftigten steht vor weiteren Warnstreiks. Das Angebot der Kapitalseite reiche nicht aus, teilte die Gewerkschaft nach der dritten Runde am Montag mit. Sie kündigte neue mehrstündige Arbeitsniederlegungen für diese Woche an, ehe am Freitag wieder verhandelt wird. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.06.2022, Seite 5, Inland

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