-
14.06.2022
- → Inland
Studie: Bis zu 6.000 Opfer im Bistum Münster
Münster. Die Zahl der beschuldigten Priester und die der Missbrauchsopfer im Bistum Münster ist nach einer am Montag veröffentlichten Studie der Universität Münster deutlich höher als bislang bekannt. Laut der mehr als zwei Jahre dauernden Forschungsarbeit eines fünfköpfigen Teams gab es von 1945 bis 2020 demnach 610 bekannte minderjährige Opfer sexualisierter Gewalt durch rund 200 Kleriker. Das sind 4,17 Prozent der Priester. Fünf Prozent der pädophilen Priester seien Serientäter mit mehr als zehn Opfern. Mehr als 90 Prozent der Täter seien strafrechtlich nicht verfolgt worden. Bischof Felix Genn räumte Mitverantwortung ein. Die Forschenden gehen von einer Dunkelziffer zwischen 5.000 und 6.000 Opfern aus. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!