Zum Inhalt der Seite

Anhörung in US-Repräsentantenhaus zu Ufos

Foto: Alex Brandon/AP/dpa
Scott Bray, Vizedirektor des Marinegeheimdienstes (ONI), spricht am Dienstag während der Anhörung zu »unidentifizierten Luftphänomenen« (Washington)

Washington. Zahlreiche Beobachtungen von unidentifizierten Flugobjekten aus den vergangenen Jahren geben dem US-Militär weiterhin Rätsel auf. Das ging am Dienstag bei der ersten Anhörung im US-Repräsentantenhaus seit mehr als 50 Jahren zu »nicht identifizierten Luftphänomenen« (UAP) hervor – so bezeichnet das US-Militär Ufos. Der Vizedirektor des Marinegeheimdienstes (ONI), Scott Bray, sagte, die UAP-Task-Force in seiner Behörde habe aber keine Hinweise darauf, dass unter den unerklärlichen Himmelsobjekten solche außerirdischen Ursprungs seien. Der Vorsitzende des Unterausschusses für Spionageabwehr im Repräsentantenhaus, Andre Carson, sagte: »UAP sind unerklärlich, das ist wahr. Aber sie sind real. Sie müssen untersucht werden.« Der Abgeordnete Peter Welch merkte an: »Keiner weiß, ob es außerirdisches Leben gibt. Es ist ein großes Universum. Und es wäre ziemlich anmaßend, eine eindeutige Schlussfolgerung zu ziehen.« Im Juni vergangenen Jahres hatten die US-Geheimdienste einen Bericht zu UAP vorgelegt. Daraus ging hervor, dass es keine Erklärungen für rund 140 Himmelserscheinungen aus den vergangenen zwei Jahrzehnten gab. Bray sagte, seit der Veröffentlichung des Berichts habe die Zahl der gemeldeten Beobachtungen auf rund 400 zugenommen. Nur ein Teil der Anhörung war öffentlich. Mehrere Fragen der Abgeordneten sollten danach hinter verschlossenen Türen diskutiert werden. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen am 18.05.2022, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!