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Sportwetten

Gezockt wird immer

Berlin. Der Sportwettenmarkt in Deutschland ist im Vorjahr gewachsen und hat wieder das Vorcoronaniveau von 2019 erreicht. Die Spieleinsätze lagen 2021 bei 9,4 Milliarden Euro, das entspricht im Vergleich zu 2020 (7,4 Milliarden) einem Anstieg um 21 Prozent. »Der deutsche Sportwettenmarkt hat sich 2021 nach den drastischen Einbrüchen im ersten Coronajahr 2020, in dem es weltweit Unterbrechungen des Spielbetriebs und Geisterspiele gab und Wettshops quer durch die Bundesrepublik geschlossen waren, deutlich stabilisiert«, sagte Matthias Dahms, Präsident des Deutschen Sportwettenverbandes (DSWV). 17 der 36 lizenzierten Sportwettenanbieter sind Mitglied im DSWV. Ins Sportsponsoring flossen 2021 laut DSWV-Schätzung etwa 84 Millionen Euro. Von der Diskussion über ein mögliches Werbeverbot für Sportwetten hält Dahms nichts. »Um das Problem des Schwarzmarktes in den Griff zu bekommen, ist tatsächlich die Werbung für Sportwetten nach wie vor notwendig«, sagte der DSWV-Präsident. So könnten die Wetter legale und illegale Anbieter unterscheiden. (sid/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.03.2022, Seite 16, Sport

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