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Fußballrealität

Fifa will unbedingt privatisieren

Foto: AP Photo/Evan Vucci
Gute Miene zum bösen Fußballspiel: Infantino und Trump im Ovalen Büro (Washington, 28.8.2018)

Zürich. Die Fédération Internationale de Football Association, kurz Fifa, hält dem wachsenden Widerstand zum Trotz an ihrem Plan fest, Anteile der Fußballweltmeisterschaften für Milliardenerlöse zu privatisieren. In der Nacht zum Freitag machte der Verband »fehlerhafte Medienberichte« für den Aufstand gegen das Vorhaben seines Chefs Gianni Infantino verantwortlich. Fifa pochte darauf, die 211 Mitgliedsverbände sollten der Auslagerung der Rechte an allen Titelkämpfen in eine kommerzielle Gesellschaft mit dem Namen Fifa Forward Enterprise (FFE) entscheiden. Ohne die Zustimmung einer Mehrheit der Verbände werde man den Plan aber nicht weiterverfolgen.

Carlos Cordeiro, ein hochrangiger Berater Infantinos, erklärte aus Protest seinen Rücktritt und nannte den Anteilsverkauf »ein schlechtes Geschäft für den Fußball«. Der ehemalige Investmentbanker war 2021 von Infantino zum Senior Advisor berufen worden, ⁠um die Zukunft des Fußballs mitzugestalten. Ähnlich hielt es Union of European Football Associations (Uefa) und warf Fifa vor, die »Seele« des Fußballs verscherbeln zu wollen. Nach ihrer Drohung, die Weltmeisterschafts zu boykottieren, wandten sich auch die Verbände für Asien (AFC) und für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik (Concacaf) ‌gegen Infantinos Plan.

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Nach Infantinos Vorschlag sollten sich externe Investoren an der FFE für bis zu 4,2 Milliarden Dollar mit maximal 20 Prozent beteiligen können. Den Verbänden versprach er bei Zustimmung 40 Millionen US-Dollar. Als führenden Investor hat die Fifa Thrive Eternal vorgeschlagen, ein Investmentvehikel von Thrive Capital, hinter der mit Joshua Kushner der Bruder von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner steht. Bei der Weltmeisterschaft hatte sich Infantino dem US-Präsidenten wiederholt angedient. (Reuters/jW)

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Erschienen am 01.08.2026, Sport

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