Zum Inhalt der Seite

Zeitschrift Antifa: Faeser rudert zurück

Berlin. In ihrem Amt als Bundesinnenministerin würde die SPD-Politikerin Nancy Faeser keinen Beitrag mehr für das Magazin Antifa schreiben – eine Publikation des vom Verfassungsschutz wegen seiner angeblichen Nähe zum »Linksextremismus« diskreditierten Verbandes VVN-BdA. »Heute habe ich eine andere Rolle«, sagte Faeser der Bild am Sonntag. Jüngst hatten rechte Medien sowie Unions- und AfD-Politiker gegen Faeser gewettert, weil sie im vergangenen Jahr einen Beitrag in der Antifa veröffentlicht hatte. Im aktuellen Interview kündigte die Ministerin zugleich einen Aktionsplan gegen »Rechtsextremisten« und eine Verschärfung des Waffenrechts an. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.02.2022, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!