-
25.01.20221 Leserbrief
- → Inland
BiB: Renten weiterhin finanzierbar
Berlin. Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) hat sich gegen eine weitere Anhebung des Rentenalters in Deutschland ausgesprochen. »Ich sehe keinen Anlass, jetzt über die Rente mit 68 zu reden«, sagte BiB-Forschungsdirektor Sebastian Küseler der Süddeutschen Zeitung vom Montag. Es gebe »noch erhebliches Potential«, um die Finanzierbarkeit der Rentenkasse ohne einen solchen Schritt sicherzustellen. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
-
Reinhard Hopp aus Berlin 24. Jan. 2022 um 23:34 Uhr»Es gebe ›noch erhebliches Potential‹, um die Finanzierbarkeit der Rentenkasse ohne einen solchen Schritt sicherzustellen.« – Ein geradezu verräterischer Satz, der implizit bereits weitere »Reformen« (gleich Schweinereien) im Rentensystem ankündigt, natürlich unter dem perfiden Vorwand der Verhinderung einer weiteren Erhöhung des Renteneintrittsalters, die am Ende dann aber doch noch kommen wird. Eine spätere diesbezügliche Begründung für einen solchen weiteren Rentenraub ist mit der Einschränkung »noch« bereits vorsorglich angelegt. Insofern handelt es sich bei der Überschrift dieser Meldung vermutlich auch um einen gezielten gewählten Euphemismus.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!