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Landeswahlleiterin Berlins tritt nach Chaos zurück

Berlin. Die Landeswahlleiterin der Hauptstadt, Petra Michaelis, ist drei Tage nach den Wahlen in Berlin wegen der zahlreichen bei ihnen vorgefallenen Pannen von ihrem Amt zurückgetreten. »Ich übernehme die Verantwortung im Rahmen meiner Funktion als Landeswahlleiterin für die Umstände der Wahldurchführung am 26.9.2021«, teilte sie am Mittwoch mit. In Berlin war es nicht nur zu langen Schlangen vor Wahllokalen gekommen. Wählerinnen und Wähler mussten zum Teil bis deutlich nach 18 Uhr warten, um ihre Stimmen abzugeben. In manchen Bezirken fehlten außerdem Wahlscheine. Eine Anfechtung der Abstimmung ist erst nach Feststellung des amtlichen Endergebnisses am 14. Oktober möglich. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.09.2021, Seite 2, Inland

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→Leserbriefe
  • Volker Wirth aus Berlin 4. Okt. 2021 um 13:21 Uhr
    Ein Leser schreibt an die Neue Zürcher Zeitung: »Ich bin noch nicht der Meinung, dass die Wahl manipuliert worden ist.« Er meint nicht die Wahlen in der russischen, sondern die in der deutschen Hauptstadt. Es kann eben alles etwas dauern. Von den kalifornischen Zentren der Weltmeinungsbildung wird übrigens jeder mit einer Sperre bedroht, der behauptet oder unterstellt, Wahlen in den USA oder anderen westlichen, also demokratischen Ländern könnten manipuliert, d. h. gefälscht worden sein; »1984« läßt grüßen. Bezüglich Moskaus gilt diese Warnung nicht.
  • Dr. Volker Wirth aus Berlin 30. Sept. 2021 um 11:41 Uhr
    Die Grünen lagen in deutlich mehr Bezirken vorn als die CDU – aber sie sollen etwa gleich viele Stimmen wie die CDU erhalten haben! Wie passt denn das zusammen? Es geht also nicht um »Chaos«, sondern vermutlich um Betrug beim Wahlergebnis in Berlin. Logisch? (Bei den US-kontrollierten »Social media« sind solche Aussagen ab jetzt übrigens verboten.)
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