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Würzburg: Aktion von Neonazis wird geprüft

München. Nach einer Demonstration der faschistischen Splitterpartei »Der III. Weg« prüft die Staatsanwaltschaft Würzburg einem Medienbericht zufolge mögliche Straftaten. Es lägen mehrere Strafanzeigen vor, heißt es in einem Bericht des Spiegels vom Montag. Die Aktion der Neonazis hatte knapp drei Monate nach der Messerattacke eines Migranten, bei der er drei Frauen tötete, in Würzburg stattgefunden. Die rund 20 Teilnehmer hatten am Sonnabend am Tatort am Barbarossaplatz mit drei Strohpuppen, beschmiert mit Kunstblut, gegen eine angebliche »Asylflut« protestiert. Entsprechende Bilder kursierten im Internet. Rund 200 bis 300 Gegendemonstranten gingen dagegen auf die Straße. Für Empörung sorgten in den sozialen Netzwerken unter anderem Fotos, auf denen zu sehen war, dass offenbar direkt über den mit Kunstblut beschmierten Strohpuppen ein Schild mit Bildern der Kanzlerkandidaten Annalena Baerbock (Grüne), Armin Laschet (CDU) und Olaf Scholz (SPD) stand. Einem Bericht des Bayerischen Rundfunks zufolge stand darunter der Schriftzug »Schön bunt hier«. Man habe die Aktion der Partei geprüft, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Auch die Staatsanwaltschaft sei eingeschaltet gewesen. Zunächst sei aber nicht davon ausgegangen worden, dass ein strafrechtlicher Tatbestand erfüllt sei. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.09.2021, Seite 15, Antifaschismus

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