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Ukraine verhängt Sanktionen gegen russischen Titanhersteller

Foto: Gleb Garanich/Reuters

Kiew. Die Ukraine hat Sanktionen gegen den weltweit größten Titanhersteller aus Russland verhängt. Nach einem am Donnerstag in der Hauptstadt Kiew veröffentlichten Erlass von Präsident Wolodimir Selenskij gelten unbefristet Einschränkungen gegen das Unternehmen WSMPO-AWISMA mit Hauptsitz im Ural. Ebenso unbefristet sind demnach der Direktor Sergej Tschermesow und dessen Stellvertreter Michail Schelkow mit Sanktionen belegt worden.

Begründet wurden die Strafmaßnahmen mit Lieferungen an russische Rüstungshersteller und Aktivitäten auf der seit 2014 nach einem Referendum zur Russischen Föderation gehörenden Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Juristen halten die von Selenskij in diesem Jahr regelmäßig gegen Ukrainer und ukrainische Firmen verhängten Maßnahmen für willkürlich und rechtswidrig. Weitere Sanktionen betreffen den ukrainischen Oligarchen Dmitri Firtasch und seinen Konzern, der unter anderem im Titangeschäft aktiv ist.

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Zu den größten Geschäftskunden von WSMPO-AWISMA gehört Firmenangaben zufolge der US-amerikanische Flugzeughersteller Boeing. Auch dessen europäischer Konkurrent Airbus bezieht Titanlegierungen aus Russland. Moskau reagierte prompt. Die Sanktionen seien ein weiterer Schritt hin zu einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen beiden Ländern, sagte der Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, Leonid Sluzki, nach Angaben der Agentur Interfax. »Russland wird natürlich darauf reagieren.« (dpa/jW)

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Erschienen am 25.06.2021, Kapital & Arbeit

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