Zum Inhalt der Seite

CDU-Vorstand beschließt neuen Verhaltenskodex

Berlin. Wegen Korruptionsaffären um Maskendeals und Lobbytätigkeiten von Abgeordneten hat der CDU-Vorstand am Montag offizielle Verhaltensregeln für alle Parteimitglieder beschlossen. Für Abgeordnete der CDU sieht der Kodex die Offenlegung aller Nebentätigkeiten vor. Mandatsträger und Inhaber von Regierungsämtern sollen demnach keine Geldspenden annehmen dürfen. Abgeordneten- und Parteitätigkeiten müssen voneinander getrennt werden. »Mitglieder, die die Partei oder ihr Mandat für selbstsüchtige Zwecke missbrauchen, verstoßen gegen die Grundsätze der CDU«, heißt es in dem Papier. »Sie müssen das Mandat aufgeben und unsere Partei unverzüglich verlassen.« Geldspenden für den Wahlkampf müssten von den Spendern an die zuständige Parteigliederung geleistet werden. (AFP/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 16.03.2021, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!

                                                                                       Kinderbeilage