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Gesundheits­ministerium in Großbritannien verurteilt

London. Das britische Gesundheitsministerium hat in der Coronapandemie milliardenschwere Verträge für die Lieferung von Schutzausrüstung nicht öffentlich gemacht. Die Behörde habe damit das Gesetz gebrochen, urteilte ein Gericht am Freitag in London. Es handele sich um ein »historisches Versagen«. Die Regierung ist gesetzlich verpflichtet, innerhalb von 30 Tagen nach der Vergabe von Aufträgen im Wert von mehr als 120.000 Pfund die Details zu veröffentlichen. Der Regierung wird vorgeworfen, sie habe hohe Aufträge unbegründet an Unternehmen von Freunden und Unterstützern der konservativen Partei vergeben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.02.2021, Seite 2, Ausland

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