Zum Inhalt der Seite
Literatur

Querschüsse eines Ketzers

Der Schriftsteller Theodor Weißenborn ist am 9. Januar im Alter von 87 Jahren gestorben. Weißenborn verfasste Gedichte, Essays, Hörspiele, Satiren, Erzählungen und Romane, er publizierte auch im Rotfuchs. Vor allem widmete er sich der Philosophie, der Psychologie und der Politik. In den 1980ern engagierte er sich politisch und satirisch gegen den NATO-Doppelbeschluss. Der 1933 in Düsseldorf geborene Weißenborn hatte zunächst Kunstpädagogik in Düsseldorf studiert, später verschiedene Geisteswissenschaften und dann in Köln Psychologie und Psychiatrie. Sein Prosaband »Opfer einer Verschwörung« (1988) mit psychiatriekritischen Texten wurde in 25 Sprachen übersetzt. 1971 erhielt er den Georg-Mackensen-Literaturpreis für die beste Kurzgeschichte und 1990 den Preis der Akademie der Künste für »Der Sündenhund«. Sein letztes Werk war »Querschüsse – Gedanken und Memoiren eines Ketzers« (2019).(dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 21.01.2021, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!