jW berichtet anders: Jetzt am Kiosk!
Gegründet 1947 Sa. / So., 21. / 22. Mai 2022, Nr. 118
Die junge Welt wird von 2629 GenossInnen herausgegeben
jW berichtet anders: Jetzt am Kiosk! jW berichtet anders: Jetzt am Kiosk!
jW berichtet anders: Jetzt am Kiosk!
Aus: Ausgabe vom 09.12.2020, Seite 11 / Feuilleton
Geologie

Neuer Weltrekord

Der höchste Berg der Erde ist jetzt offiziell 86 Zentimeter höher – konkret 8.848,86 Meter. Das teilte Chinas Außenminister Wang Yi während einer Videokonferenz am Dienstag mit. Bislang gab es für den Mount Everest zwar eine gemeinhin akzeptierte Höhe von 8.848 Metern, die von indischen Forschern aus den 1950ern stammt. Seither aber haben mehrere Teams nachgemessen und sind auf jeweils etwas andere Resultate gekommen. Nun haben China und Nepal, auf deren gemeinsamer Grenze der Berg steht, erstmals gemeinsam gemessen und berechnet.

Der neue Höhenwert könnte sich nicht nur wegen genauerer Messmethoden geändert haben, sagt Christian Gerlach von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der zu Erdmessung und Glaziologie forscht. Die Höhe könnte sich auch tatsächlich geändert haben – etwa wegen eines Verschiebens tektonischer Platten oder des starken Erdbebens von 2015, das im Himalajagebirge generell zu Höhenveränderungen von Bergen geführt habe. Nepal, eines der nach Angaben der Vereinten Nationen am wenigsten entwickelten Länder der Welt, wollte zunächst alleine messen. Nach einem Besuch von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping 2019 wurde es ein Gemeinschaftsprojekt. China sicherte dem Nachbarland damals auch Hilfe bei der Entwicklung von dessen Infrastruktur zu. (dpa/jW)

Mehr aus: Feuilleton