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Äthiopien: Tigray lehnt Ultimatum ab

Addis Abeba. Die Regierung der äthiopischen Region Tigray hat ein Ultimatum der Zentraladministration zurückgewiesen. Die Menschen seien für die Verteidigung ihrer Heimat »bereit zu sterben«, sagte Debretsion Gebremichael, Chef der Volksbefreiungsfront TPLF der AFP, wie diese am Dienstag meldete. Äthiopiens Premier Abiy Ahmed hatte der TPLF am Sonntag ein Ultimatum von 72 Stunden gestellt, um sich zu ergeben. Die Armee drohte mit einem Großangriff auf Mekele, die Hauptstadt Tigrays. Laut Gebremichael hätten die Regierungstruppen jedoch Rückschläge erlitten, und Abiy versuche, Zeit zu gewinnen. »Er versteht nicht, wer wir sind. Wir sind Menschen mit Prinzipien und bereit, für die Verteidigung unseres Rechts auf Verwaltung unserer Region zu sterben«, sagte der TPLF-Chef. Der UN-Sicherheitsrat hat sich am Dienstag erstmals mit den Kämpfen in Tigray befasst. Bis jW-Redaktionsschluss gab es keine Stellungnahme zu den nichtöffentlichen Beratungen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.11.2020, Seite 6, Ausland

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