Zum Inhalt der Seite

Äthiopien: Angriff auf Mek’ele angekündigt

Addis Abeba. Auch nach dreiwöchigen Kämpfen ist ein Ende des Konflikts in Äthiopien zwischen der Zentralregierung und der in der Region Tigray regierenden TPLF nicht in Sicht. Die äthiopische Armee drohte am Sonntag mit einem Großangriff auf Mek’ele, Hauptstadt Tigrays und Sitz der Regionalregierung. Das Militär werde die Stadt »mit Panzern umzingeln«, sagte Armeesprecher Dejene Tsegaye staatlichen Rundfunksendern. Die rund 500.000 Einwohner rief er auf, sich in Sicherheit zu bringen. Wer sich hingegen nicht von der Regionalregierung lossage, werde »keine Gnade« erfahren. Die Regierungstruppen haben in den vergangenen Tagen nach eigenen Angaben mehrere Städte eingenommen. Die TPLF warf diesen am Sonnabend vor, bei Angriffen auf die Stadt Adigrat mehrere Zivilisten getötet zu haben. Zwischen der TPLF und der Zentralregierung gibt es seit Monaten Spannungen. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.11.2020, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!