Zum Inhalt der Seite

EU-Chefdiplomat gegen neue Türkei-Sanktionen

Brüssel. EU-Chefdiplomat Josep Borrell hält neue Sanktionen gegen die Türkei für kontraproduktiv. »Der aktuelle negative Trend in unseren Beziehungen muss gestoppt und umgekehrt werden«, sagte der Spanier am Donnerstag im EU-Parlament in Brüssel. Die Dynamik von Vergeltungsmaßnahmen führe nicht zu mehr Sicherheit und Stabilität im Mittelmeerraum. »Die Türkei ist ein wichtiger Partner, ein EU-Beitrittskandidat und ein NATO-Mitglied«, betonte Borrell.

Für einen härteren Kurs gegenüber der Türkei setzen sich in der EU vor allem Griechenland, Zypern und Frankreich ein. Zypern wirft Ankara illegale Erdgaserkundungen im Mittelmeer vor, Athen beklagt unter anderem Verletzungen des griechischen Luftraums durch Flüge türkischer Kampfflugzeuge. Paris beschuldigt die Türkei, gegen das UN-Waffenembargo in Libyen zu verstoßen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 10.07.2020, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!