-
11.06.2020
- → Ausland
Libyen: Uneinigkeit über Waffenruhe
Moskau. Russland hat den Vorschlag Ägyptens für eine Waffenruhe in Libyen begrüßt. Das erklärte der Kreml am Dienstag abend, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel sich über die Initiative aus Kairo zu einer Friedenslösung im Land ausgetauscht hatten. Man sei besorgt über die neue Eskalation der Kämpfe, teilte Moskau am Dienstag nach dem Telefongespräch mit Berlin mit. Eine baldige Waffenruhe sei »alternativlos«, und es müssten Verhandlungen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen angesetzt werden, hieß es. Die Türkei hingegen lehnt den ägyptischen Vorschlag für eine Feuerpause im Land ab. Außenminister Mevlut Cavusoglu sagte am Mittwoch der regierungsnahen Hürriyet, der Plan aus Kairo ziele darauf ab, General Khalifa Haftar nach den jüngsten militärischen Rückschlägen für ihn eine Atempause zu verschaffen und erscheine der Türkei daher nicht als glaubwürdig. Der Plan des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah Al-Sisi sieht neben einer Feuerpause Verhandlungen in Genf, den Abzug aller ausländischen Kämpfer sowie die Wahl eines Führungsrats vor. (dpa/Reuters/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!