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Türkische Lira fällt auf Rekordtief

Istanbul. Nach tagelangen Verlusten ist der Kurs der türkischen Lira am Donnerstag auf ein Rekordtief gesunken. Ein Dollar kostete mit 7,25 türkische Lira so viel wie noch nie zuvor. Die Türkei, die auf die zweite Rezession innerhalb von weniger als zwei Jahren zusteuert, hat die US-Notenbank und andere Zentralbanken um Zugang zu Finanzmitteln gebeten. Die eigenen Nettowährungsreserven sind von 40 Milliarden Dollar im bisherigen Jahresverlauf auf rund 28 Milliarden Dollar gesunken. Doch angesprochen auf die Erweiterung von Kreditlinien, die klammen Staaten wie der Türkei Zugang zu Bargeld in der US-Währung ermöglichen würden, machte Fed-Mitglied Thomas Barkin darauf wenig Hoffnung. Das werde nicht für alle Länder möglich sein, sagte er am Mittwoch (Ortszeit) am Rande einer Onlinepodiumsdiskussion. Die Mittel der US-Zentralbank seien dazu gedacht, die Märkte zu stabilisieren und nicht dazu, Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. Diese Aussagen hätten die Talfahrt der Lira beschleunigt, sagte ein Devisenhändler gegenüber Reuters. »Wir denken, der Druck auf die Lira wird auf kurze Sicht anhalten.« (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.05.2020, Seite 9, Kapital & Arbeit

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