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17.03.2020
- → Feuilleton
Kein Grund für keine Panik
Für keine Panik gibt es keinen Grund. Deswegen sollten an dieser Stelle die Bürger über die Bedeutung bestimmter Sätze und Redewendungen, die im Zusammenhang mit der Coronaproblematik vermehrt auftauchen, aufgeklärt werden.
»Es gibt keinen Grund für Panik«: Lassen sie sofort alles aus der Hand fallen und suchen sie den nächstgelegenen Schutzraum auf. Nach neuesten Recherchen ist der Satz auf ein kleines Missverständnis zurückzuführen und falsch kommuniziert. Durch das Weglassen des Wörtchens »keine« (kein Grund für keine Panik) hat sich die Bedeutung geringfügig verschoben.
»Es gibt keinen Grund für Hamsterkäufe«: Falsch! Kein Hamster legt Vorräte im Frühjahr an, er tut es im Sommer und Herbst. Also falsche Jahreszeit. Es schadet nicht, wenn man sich einen kleinen Hamster als Trostpartner für einsame Abende in der nahen Zoohandlung kauft. Zur Not, und wenn es darauf ankommt, macht ein Hamster auch im Kochtopf eine gute Figur. Essgewohnheiten sind ohnehin kultur- und zivilisationsbedingt sehr unterschiedlich und ändern sich.
»Die Renten sind sicher«: Nicht das schon wieder! »Die Renten sind sicher wie das Amen in der Kirche« war einmal. Laut Beschluss der Nordkirche werden Gottesdienste, Taufen und Bestattungen für unbestimmte Zeit ausgesetzt. Gläubige werden gebeten das Ableben etwas aufzuschieben. Nichts ist so unsicher wie das Amen in der Kirche.
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