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Strokes für Sanders

Nach zwei Takten tobte die Berliner Columbiahalle, als die US-Indierockband Stro kes am Freitag auf die Bühne zurückkehrte. Die Tickets waren zehn Tage zuvor binnen Minuten verkauft worden. Es wurde gepogt und gebrüllt wie zu besten Zeiten der Band, die neben Klassikern Stücke des für April angekündigten Albums »The New Abnormal« spielte, das von Legende Rick Rubin produziert worden ist.

Am Montag vor einer Woche hatte die Band ihre Single »At the Door« bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Senator Bernie Sanders vorgestellt. Während des Abräumers »New York City Cops« hatte Sänger Julian Casablancas Zuhörer auf die Bühne geholt. Als die Songzeile »New York City Cops ain’t too smart« ertönte, stieß Casablancas zwischen tanzenden Fans mit echten Polizisten zusammen, die für Ruhe sorgen wollten.

Über Sanders erklärte Casablancas nach dem Konzert in Berlin, er sei »der einzige, dem man vertrauen kann. Die Trennung von Reichtum und Macht ist so etwas wie das Hauptproblem unserer Zeit. Und diejenigen, die das nicht sehen, können sich selbst ficken.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2020, Seite 11, Feuilleton

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