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Semperopernball

Schatten über Dresden

SAP-Mitgründer Dietmar Hopp hat aus Angst vor Anfeindungen auf den Orden des Dresdner Semperopernballs verzichtet. Er habe seine Teilnahme abgesagt, da er nicht wolle, dass er oder seine Familie »zur Zielscheibe von Hass und Bedrohung« werden, teilte der Unternehmer am Dienstag der dpa mit. Vor allem die Attacken auf Moderatorin Mareile Höppner hätten ihn bewogen, doch nicht zu dem Ball zu kommen.

Durch die Vergabe des St.-Georgs-Ordens in der Kategorie »Politik« an Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah Al-Sisi hat sich aus Sicht von Hopp »ein dunkler Schatten« über den Opernball gelegt. Nach der Absage Hopps und der von Laudator und Fußballmanager Uli Hoeneß hatte der Verein »Semper Opernball« am Montag erklärt, dass bei der Veranstaltung an diesem Freitag keine Orden verliehen werden. Die Ehrung von Al-Sisi, der durch einen Militärputsch an die Macht kam und autokratisch regiert, vor gut einer Woche in Kairo löste vielfach Empörung und Protest aus. Die für die Komoderation vorgesehene »Tagesschau«-Sprecherin Judith Rakers hatte abgesagt, die an ihrer Statt engagierte Höppner zog nach Anfeindungen und Bedrohungen ebenfalls zurück. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.02.2020, Seite 10, Feuilleton

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