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Petition für Tattoofarben

Eine Onlinepetition gegen das drohende EU-weite Verbot blauer und grüner Tattoofarbe ist binnen zwölf Stunden mehr als 65.000 mal unterschrieben worden. Das sei »bisher einmalig in der Geschichte der deutschen Petitionen«, erklärte der Geschäftsführer des Portals openpetition.de, Jörg Mitzlaff: »Diesen Rede- und Handlungsbedarf kann der Bundestag nicht ignorieren.« Es gehe jetzt darum, eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss zu erwirken. Gestartet worden war die Petition »Tattoofarben retten – 2020« von Tätowierer und Kolumnist Jörn Elsenbruch. Zu den ersten Unterstützern gehörten der Forensiker Mark Benecke, der TV-B-Promi Daniel Krause (»Berlin – Tag und Nacht«) und frühere Fußballer von Borussia Mönchengladbach (Oliver Neuville, Martin Stranzl und Eugen Polanski). Hintergrund: Da die Farbpigmente »Blue 15 (74160)« und »Green 7 (74260)« laut Kosmetikverordnung für Haarfarben verboten sind und Tattoofarben auch als Kosmetika gelten, empfiehlt die Europäische Chemikalienagentur (Echa) ein Verbot. Die Folgen für die Szene wären erheblich. Viele Motive wären ohne die Farben nicht mehr umsetzbar. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.01.2020, Seite 11, Feuilleton

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