Zum Inhalt der Seite

CDU-Papier: Neue Repressionsmaßnahmen

Berlin. CDU-interne Arbeitsgruppen haben eine Reihe von Maßnahmen entworfen, mit denen der Staat »Extremismus« und »besonders Rechtsextremismus« stärker bekämpfen können soll. In einem Beschluss der Fachausschüsse »Innere Sicherheit« und »Gesellschaftlicher Zusammenhalt« wird einem Bericht der dpa vom Sonntag zufolge vorgeschlagen, die Löschfristen für Genprofile über zehn Jahre hinaus zu verlängern. »Polizeibekannte politische Straftäter« sollen bei einem Wohnortwechsel automatisch dem Staatsschutz gemeldet werden. Wer Mitglied in einer »verfassungsfeindlichen Vereinigung« ist, soll keine Erlaubnis zum Waffenbesitz bekommen. Ermittlungsbehörden sollen auch ohne Anzeige wegen Verleumdung und Beleidigung im Internet tätig werden dürfen. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 23.09.2019, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!