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Tour de France

Dünne Luft

Paris. Der erst 22 Jahre alte Kolumbianer Egan Bernal besteigt den Radsportthron, während Frankreich erneut um den Heimsieg trauert: Die 106. Tour de France geht als eine der dramatischsten in die Geschichtsbücher ein. Dank des überraschenden vierten Platzes von Emanuel Buchmann hatten auch diejenigen Spaß, die unbedingt einen aussichtsreichen Deutschen brauchen, um Radsport zu schauen.

Die drei mörderischen Alpenetappen zuletzt – die zweite war nach Hagelsturm und Erdrutsch abgebrochen, die finale Kletterpartie nach Val Thorens deutlich verkürzt worden – gaben den Ausschlag. Bernal wurde nach einer herausragenden Vorstellung in der dünnen Höhenluft der letzten Bergetappen zum ersten lateinamerikanischen Tour-Sieger und zum jüngsten Champion seit 110 Jahren. »Ich glaube, in Kolumbien sind die Menschen jetzt ziemlich happy«, sagte Bernal, der 1:11 Minuten vor Teamkollege und Titelverteidiger Geraint Thomas lag und den siebten Gesamtsieg für das Ineos-Team – vormals Sky – in acht Jahren holte. Sein stärkster Konkurrent, der Franzose Thibaut Pinot, gab am drittletzten Tag wegen eines Muskelfaserrisses auf. Sein Landsmann Julian Alaphilippe trug das gelbe Trikot bis zum drittletzten Tag. In den Hochalpen fiel der wohl weltbeste Allrounder allerdings noch auf Platz fünf zurück. (sid/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.07.2019, Seite 16, Sport

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