-
18.06.2019
- → Inland
Braune »Todesliste«: BKA lädt Zeugen vor
Rostock. In Mecklenburg-Vorpommern hat das Bundeskriminalamt im Zuge von Ermittlungen gegen die rechte »Prepper«-Gruppe »Nordkreuz« offenbar Dutzende Personen des öffentlichen Lebens aus dem Bundesland zu Zeugenvernehmungen vorgeladen, wie die Ostseezeitung (Onlineausgabe) am Sonntag abend berichtete. Darunter seien auch Rostocker Politiker von Die Linke, SPD und Bündnis 90/Die Grünen. 29 Personen sollen auf einer »Todesliste« stehen, die die Bundesanwaltschaft im August 2017 gefunden hatte. Offenbar sollen die Betroffenen aktuell darüber informiert werden.
Damals waren der Rechtsanwalt Jan-Hendrik H., der Mitglied der Rostocker Bürgerschaft war, und Haik J. festgenommen worden. Ihnen wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat vorgeworfen. Sie sollen Munition gehortet haben. Laut Bundesanwaltschaft wollten sie »Vertreter des politischen linken Spektrums« töten. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!