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Verbrecher im Trockenen

Nach dem Gewinn des Preises der Leipziger Buchmesse ist Anke Stellings Roman »Schäfchen im Trockenen« vergriffen. Es werde »leichte Lieferschwierigkeiten« geben, erklärte der Verbrecher-Verlag am Dienstag in Berlin. »Kein Verlag würde 20.000 Exemplare des Buches auf Vorrat drucken«, hieß es. Am heutigen Mittwoch werde die vierte Auflage mit 3.000 Exemplaren aus der Druckerei kommen, in der kommenden Woche die fünfte Auflage mit weiteren 15.000 Büchern. In Stellings Roman geht es auch um Gentrifizierung, im ganzen handelt es sich um das »Psychogramm einer Klassenherrschaft, die in ihren, oberflächlich gesehen, progressiven Teilen nichts davon wissen will, eine zu sein« (aus der Rezension in der Literaturbeilage der jW zur Messe). Den Leipziger Messepreis nahm Stelling am Donnerstag entgegen. Der Verbrecher-Verlag hat in seiner langen Geschichte nur einmal mehr als 10.000 Exemplare eines Buches verkauft, das war Stellings Debütroman »Bodentiefe Fenster«, an den »Schäfchen im Trockenen« gewissermaßen anschließt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.03.2019, Seite 11, Feuilleton

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