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Libyen: Flüchtlinge und Migranten misshandelt

Tripolis. Fast ein Viertel der Flüchtlinge und Migranten im Internierungslager Sabaa in Libyens Hauptstadt Tripolis ist akut mangelernährt oder untergewichtig. Das ist das Ergebnis eines Berichts der internationalen Organisation »Ärzte ohne Grenzen«, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Dafür haben Teams alle Gefangenen zweimal auf Mangelernährung untersucht. Die Inhaftierten berichteten, sie bekämen oft tagelang kein Essen. In dem Internierungslager der libyschen Einheitsregierung, die von der EU unterstützt wird, werden derzeit mehr als 300 Menschen willkürlich festgehalten, darunter mehr als 100 Kinder und Jugendliche. Einige der Gefangenen waren in einem kleinen Raum zusammengepfercht worden, in dem jede Person weniger als einen Quadratmeter Platz hatte. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.03.2019, Seite 1, Ausland

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