Zum Inhalt der Seite
Pop

ESC mal politisch

In der Ukraine ist ein Streit um die Sängerin Maruv entbrannt, die am Eurovision Song Contest (ESC) 2019 in Tel Aviv teilnehmen soll. Grund sind ihre Auftritte in Russland, mit dem sich der Staat im Krieg sieht. »Vertreter der Ukraine kann kein Künstler sein, der im Aggressorstaat tourt und dies weiter zu machen plant und darin nichts Inakzeptables sieht«, schrieb Vizeministerpräsident Wjatscheslaw Kirilenko in der Nacht zum Sonntag auf Twitter. Auch nach Maruvs Sieg beim nationalen Vorentscheid am Samstagabend sei ihre Teilnahme noch nicht sicher. Ihm pflichteten mehrere Parlamentsabgeordnete bei. Die 27jährige, die aus der russisch geprägten Ostukraine stammt und mit bürgerlichem Namen Anna Korsun heißt, hatte sich mit dem »Siren Song« gegen fünf Konkurrenten durchgesetzt. International wurde sie 2017 mit dem Elektropopsong »Drunk Groove« bekannt. Die Fernsehanstalt UA.Perschyj will am Dienstag den ukrainischen Teilnehmer für den Musikwettbewerb am 18. Mai in Tel Aviv benennen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 25.02.2019, Seite 10, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!