Zum Inhalt der Seite
Fußball

Cottbuser Faschos

Cottbus. Knapp zwei Jahre nach Auflösung der neofaschistischen Fangruppe »Inferno Cottbus« sind deren frühere Mitglieder weiter im Umfeld des Fußballdrittligisten Energie Cottbus aktiv. »Fans, die sich gegen Rechtsextremismus und gegen Gewalt engagieren, werden massiv eingeschüchtert. Das passiert teilweise durch Hausbesuche, durch Kneipengespräche, wo Gewalt angedroht wird, aber auch durch ganz reale Angriffe«, bestätigte Fanforscher Robert Claus Recherchen des RBB. Auf Fanseiten im Internet verbreiten die Faschos Hetze und verkaufen T-Shirts. Im Mai 2017 hatte sich »Inferno Cottbus« wegen eines drohenden Verbots durch das brandenburgische Innenministerium aufgelöst. Claus: »Die Netzwerke und die Personen verschwinden nicht. Statt einer Auflösung geht es vielmehr darum, der Strafverfolgung zu entgehen oder zuvorzukommen, die Netzwerke informeller zu gestalten und eigentlich dasselbe weiter zu tun.« (sid/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 31.01.2019, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!