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Drogenprozess gegen Neonazis gefährdet

Aachen. Ein Strafverfahren gegen fünf Neonazis am Landgericht Aachen wegen bandenmäßigen Drogenhandels könnte platzen. Hintergrund sei eine laut Verteidigung intransparente Aktenlage, berichtete am Dienstag das Internetportal Blick nach rechts (bnr.de). Die Aussage eines letzten Zeugen warf demnach am 22. Verhandlungstag Fragen auf. Obwohl die Angeklagten über verschlüsselte Messenger-Dienste kommunizierten, sagte der Polizist am Freitag aus, es lägen noch rund 2.000 Tondateien aus abgehörten Telefonaten vor, dazu viele SMS. Belastende Gespräche seien Teil der Akte, davon habe es aber nur 19 gegeben. Die Verteidiger reagierten erbost: Telefonate, die nicht Teil der Akten seien, könnten ihre Mandanten entlasten. Aktiv waren Angeklagte im Kreisverband Aachen-Heinsberg der Kleinpartei »Die Rechte« (DR) respektive der Untergruppe »Syndikat 52« (S 52), zudem gehörte einer von ihnen der »Ortsgruppe Aachen« der »Identitären Bewegung« an. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.08.2018, Seite 15, Antifaschismus

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