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Mittelmeer

Italienisches Schiff bringt Gerettete nach Libyen

Rom. Ein italienisches Schiff hat Medienberichten zufolge im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge zurück nach Libyen gebracht. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen erklärte am Dienstag auf Twitter, die Informationen in dem Fall würden geprüft. »Libyen ist kein sicherer Hafen, und diese Handlung könnte internationales Recht verletzt haben.« Bei dem Schiff soll es sich um den Schlepper »Asso 28« handeln, der bei einer Ölplattform im Mittelmeer arbeite.

Italien war 2012 wegen der Abschiebung von im Mittelmeer geretteten Afrikanern nach Libyen vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt worden. Mit der Rückführung habe Italien diese Menschen der Gefahr unmenschlicher Behandlung ausgesetzt, hieß es in dem Urteil. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.08.2018, Seite 1, Ausland

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