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Libyen: Keine Lager für Geflüchtete

Berlin. Der vom Westen als Ministerpräsident Libyens anerkannte Fajes Al-Sarradsch hat sich entschieden gegen Pläne der EU ausgesprochen, in Nordafrika Lager für aus Europa abgeschobene Flüchtlinge einzurichten. »Nein, das wird es bei uns nicht geben«, sagte Al-Sarradsch der Bild (Freitagausgabe). »Wir sind absolut dagegen, dass Europa ganz offiziell bei uns illegale Migranten unterbringen will, die man in der EU nicht haben möchte«, fügte er hinzu. Auch lehne er Geschäfte mit der EU ab, »um illegale Migranten aufzunehmen«. Al-Sarradsch empfahl der EU, Druck auf die Herkunftsländer der Flüchtlinge auszuüben. Die EU hatte sich bei ihrem Gipfeltreffen Ende Juni auf eine Verschärfung ihrer Abschottungspolitik verständigt. Sie will unter anderem Asylsuchende in Lagern außerhalb ihres Territoriums unterbringen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.07.2018, Seite 1, Inland

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