Zum Inhalt der Seite

Raubkunst

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat ein Engelsbild aus dem 15. Jahrhundert an die Erben der einstigen jüdischen Besitzer zurückgegeben – und es dann wieder für das Bode-Museum zurückgekauft. Der Erbenvertreter Felix de Marez Oyens sprach am Montag von einer »gerechten und gütlichen Vereinbarung«. Die kleine Holztafel mit drei Engeln, die ein Christuskind wiegen, wird dem Ulmer Künstler Hans Multscher (um 1430) zugeschrieben. Sie gehörte zur Kunstsammlung der Baumwollfabrikanten Ernst und Agathe Saulmann, die Ende 1935 vor den Nazis nach Italien flohen. Ihre Sammlung wurde gepfändet und versteigert. Das Bode-Museum hatte die Holztafel nach Recherchen als Raubkunst identifiziert. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 26.06.2018, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!