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Obdachlosenblatt wird eingestellt

Berlin. Die Berliner Obdachlosenzeitung Straßenfeger wird nach 24 Jahren eingestellt. Das entschied der Trägerverein am Montag abend in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Mit dem Blatt wurde 2017 demnach ein Plus erwirtschaftet, allerdings im Kampf gegen einen stetigen Auflagenrückgang. Zuletzt erschien der Straßenfeger dreiwöchentlich, etwa 10.000 bis 12.000 Exemplare einer Auflage wurden zu einem Verkaufspreis von 1,50 Euro abgesetzt.

»Wir sind vom Träger darüber informiert worden, dass die Zeitung eingestellt werden soll«, hatte zuvor eine Sprecherin der Berliner Sozialsenatsverwaltung am Montag mitgeteilt. Dem vorausgegangen waren Berichte anderer Medien. So hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg bereits das geplante Aus für den Straßenfeger vermeldet. In Berlin bleibt nun die Motz als Zeitschrift, die insbesondere von Obdachlosen angeboten wird. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.06.2018, Seite 15, Medien

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