Zum Inhalt der Seite

Wohin damit?

In Kassel wird weiter über den Documenta-Obelisken des Künstlers Olu Oguibe gestritten. Das Stadtparlament stimmte am Montag abend zwar dem Ankauf des Kunstwerks »für den Betrag in Höhe der Spendensumme von 126.153,27 Euro zu«, machte aber eine Einigung über den Standort zur Bedingung. Oguibe hatte zuletzt den Holländischen Platz vor einem geplanten Documenta-Institut vorgeschlagen – und eine Duldung auf dem zentralen Königsplatz bis zur Fertigstellung dieses Instituts. Für einen Verbleib des Obelisken an seinem jetzigen Standort gab es keine Mehrheit bei den Stadtverordneten. Sie stellten statt dessen eine Frist: Der Obelisk soll abgebaut werden, falls es bis zum 30. Juni keine Einigung gibt. Auf seinen vier Seiten steht ein Bibelzitat auf arabisch, deutsch, englisch und türkisch: »Ich war ein Fremdling, und ihr habt mich beherbergt.« (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.06.2018, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!