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AfD: Pegida hui, Bachmann pfui

Hamburg/Dresden. Die AfD will nach Spiegel-Informationen mit den »Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes« (Pegida), aber nicht mit deren Chef Lutz Bachmann kooperieren. Bei einem Treffen des sächsischen AfD-Landesvorstands mit Mitgliedern des Bundesvorstands am Dienstag vergangener Woche sei beschlossen worden, auf Distanz zu Bachmann zu gehen, berichtete das Nachrichtenmagazin am Freitag unter Berufung auf Teilnehmer. Mitglieder würden aufgefordert, auf Auftritte mit dem Pegida-Frontmann zu verzichten und ihn nicht mehr zu AfD-Veranstaltungen einzuladen. Die Zusammenarbeit soll demnach künftig über Bachmanns Stellvertreter Siegfried Däbritz laufen. Die AfD fürchtet laut dem Bericht, dass Bachmanns Vorstrafenregister Wähler vor allem im Westen verprellen könnte. Auf Pegida selbst wolle die AfD nicht verzichten – die Straßenbewegung in Sachsen werde als Unterstützer gesehen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.04.2018, Seite 15, Antifaschismus

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