Zum Inhalt der Seite
Fußball

Barça streikt

Madrid/Barcelona. Das katalanische Unabhängigkeitsreferendum wirkt sich auf den Fußball aus. Am Montag abend wurde das Training der spanischen Nationalmannschaft in Las Rozas bei Madrid nach anhaltenden Pfiffen und Beleidigungen gegen Verteidiger Gerard Piqué vom FC Barcelona nach 20 Minuten abgebrochen. Wegen seiner offenen Unterstützung für das Streben nach Unabhängigkeit Kataloniens hielten einige Zuschauer Schilder mit Schmähungen wie »Piqué, hau ab« in die Höhe. Am Sonntag hatte FC Barcelona wegen der Abstimmung aus Sicherheitsgründen vor leeren Rängen gegen Las Palmas (3:0) gespielt. Die spanische Liga hatte einer kurzfristigen Verschiebung nicht zugestimmt und Barça bei einer Weigerung mit Niederlage am Grünen Tisch, Punktabzug und einer Geldstrafe gedroht. Weil Barça letztlich klein beigab, reichten zwei Vorstandsmitglieder, Vizepräsident Carles Vilarrubi und Jordi Mones, ihren Rücktritt ein. Piqué sprach anschließend vom »härtesten Spiel« seiner Karriere. Unter Tränen bot er seinen vorzeitigen Rücktritt aus dem Nationalteam an, doch Nationalcoach Julen Lopetegui lehnte das ab. Am Dienstag machte der FC Barcelona erst mal für einen Tag dicht. Aus Protest gegen die Polizeigewalt beim Referendum schloss sich Barça einem Generalstreik an. (sid/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 04.10.2017, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!