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Ermittlungen gegen Offizier eingestellt

Schweinfurt. Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt hat Ermittlungen gegen einen Bundeswehr-Offizier wegen eines mutmaßlichen Putschaufrufs eingestellt. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass man bei den Äußerungen nicht von einem ernsthaften Aufruf zum Putschversuch ausgehen könne, sagte eine Behördensprecherin am Montag. Auch Zuhörer hätten die Worte des Offiziers nicht als solchen empfunden. Über die Einstellung hatte zuerst der Spiegel berichtet.

Nach Medieninformationen hatte der Stabsoffizier des Zentrums für Geoinformationswesen im Mai bei einem Lehrgang im unterfränkischen Wildflecken gesagt: »Ich habe es so satt, dass 200.000 Soldaten unter Generalverdacht gestellt werden, wegen zwei Verrückten. Die Ministerin ist bei mir unten durch, das muss man ansprechen oder putschen.« Der Vorgesetzte hatte den Vorfall daraufhin dem Militärgeheimdienst MAD gemeldet. Im Zuge der Affäre um den rechten terrorverdächtigen Franco A. hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) der Bundeswehr ein Haltungsproblem vorgeworfen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.10.2017, Seite 15, Antifaschismus

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