Zum Inhalt der Seite

Linke: Wahlkampfhelfer von Neonazis bedroht

Leipzig. Vier Plakatierer der Partei Die Linke sind nach deren Angaben in Leipzig von Neonazis bedroht und durch den Stadtteil Paunsdorf gejagt worden. Zehn bis 15 extreme Rechte hätten am Dienstag abend den Wahlkampfhelfern und -helferinnen an einem Supermarkt »Sieg Heil« und »Haut ab, Antifa-Pack« entgegengebrüllt und ihnen den Hitlergruß gezeigt, teilte die Partei mit. Bis die Polizei eingetroffen sei, habe sich die Gruppe schon zerstreut. Die Rechtsextremen lauerten demnach anschließend den Plakatierern in kleineren Grüppchen auf und verfolgten sie durch das Wohngebiet. Verletzt wurde niemand. Die Polizei bestätigte, dass eine Gruppe von Personen zur entsprechenden Zeit an dem Supermarkt »Sieg Heil« gerufen und auch Hitlergrüße gezeigt habe. Die Beamten seien von einem Anwohner alarmiert worden und hätten Platzverweise erteilt. Die weiteren Ermittlungen führt der für politische Vergehen zuständige Staatsschutz. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 21.09.2017, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!