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Petry redet nicht mit AfD-Spitzenkandidaten

Berlin. Zwischen AfD-Chefin Frauke Petry und den beiden Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl, Alexander Gauland und Alice Weidel, herrscht offenbar seit Monaten Funkstille. Sie hätten mit Petry seit dem Bundesparteitag in Köln vor vier Monaten »kein Wort mehr« gewechselt, sagte Gauland laut einem Bericht der Deutschen Presseagentur am Dienstag. Die Parteichefin sei an einem direkten Kontakt derzeit wohl nicht interessiert. Gauland betonte, er hoffe aber trotzdem, dass es nach der Wahl am 24. September »eine Bundestagsfraktion geben wird, die zusammenhält und in der man Kompromisse findet. Ich erwarte keinen Gauland- oder Weidel- oder Petry-Flügel.« Sie halte eine Spaltung nach der Wahl für »absolut unrealistisch«, sagte Weidel. Petry hatte nach Kritik an ihrer »realpolitischen Strategie« kurz vor dem Parteitag überraschend erklärt, sie stehe für das Spitzenteam nicht zur Verfügung. AfD-Mitglieder, die ihren Kurs unterstützen, gründeten im Juli die »Alternative Mitte«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.08.2017, Seite 15, Antifaschismus

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