Zum Inhalt der Seite

Presserat will Onlineabstimmungen prüfen

Berlin. Der Presserat beschäftigt sich im September mit der Frage, ob manipulierbare Abstimmungen im Internet gegen den Pressekodex verstoßen. Der zuständige Ausschuss prüfe das bei seiner nächsten Sitzung, gab der Deutsche Presserat am Montag in Berlin bekannt. Eine entsprechende Beschwerde gegen ein Onlinevoting auf dem Portal eines Zeitungsverlags sei beim Presserat eingegangen. Die Kritik laute, die Online­umfrage sei leicht zu manipulieren gewesen, weil es möglich gewesen sei, die gestellte Frage mehrfach zu beantworten. Ob sich daraus weitere Prüfungen ergeben, sei noch nicht bekannt.(dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.07.2017, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!