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Bachmann-Preis

Ragout, gerockt

Der österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz hat das 41. Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt gewonnen. Der 1985 geborene Theaterwissenschaftler aus Graz erhielt am Sonntag den mit 25.000 Euro dotierten Hauptpreis für seinen inbrünstig vorgetragenen Text »Mein Lieblingstier heißt Winter«. In der zum Teil klamaukigen, aber nicht unbedingt trivialen Geschichte geht es um die Vorliebe eines Krebskranken für gefrorenes Rehragout. Jurorin Sandra Kegel nannte den Beitrag »tatsächlich makellos«, für ihren Kollegen Stefan Gmünder war es ein Text, »der wirklich rockte«. Den Publikumspreis nahm die Österreicherin Karin Peschka für ihre Geschichte über ein kleines Kind entgegen, das im postapokalyptischen Wien von einem Hunderudel aufgezogen wird. »Man muss sich zu helfen wissen«, war eine Kernaussage dieses Beitrags. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.07.2017, Seite 11, Feuilleton

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