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Gefangenensammelstelle soll »Maßstäbe setzen«

Hamburg. Die für den G-20-Gipfel eingerichtete Gefangenensammelstelle in Hamburg-Harburg wird einen Tag vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs offiziell eröffnet. »Wir sind in den letzten Vorbereitungen«, sagte Polizeisprecher Timo Zill am Dienstag bei der Vorstellung des Objektes, das bundesweit »Maßstäbe setzen« solle. An dem Gipfel am 7. und 8. Juli in der Hamburger Messe nehmen 19 Staats- und Regierungschefs sowie EU-Vertreter teil. In der 11.000 Quadratmeter großen Halle sollen bis zu 400 in Gewahrsam genommene oder festgenommene Menschen – vor allem mutmaßlich »gewaltbereite« Gegendemonstranten – untergebracht werden. Ausstattung und örtliche Nähe zum Gericht gewährleisten nach den Worten Zills einen »effektiven Rechtsschutz«. Die Kosten für den Umbau waren bei Baubeginn mit drei Millionen Euro beziffert worden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.06.2017, Seite 1, Inland

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