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Brandanschläge auf Bahnanlagen

Berlin. Knapp drei Wochen vor dem G-20-Gipfel in Hamburg haben Unbekannte in mehreren Bundesländern Bahnanlagen in Brand gesteckt. Züge fielen am Montag morgen aus, es kam zu Verspätungen. Insgesamt gab es nach ersten Ermittlungen etwa ein Dutzend Anschläge. Betroffen waren nach Angaben der Bundespolizei Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund, Leipzig und Bad Bevensen in Niedersachsen. Auch in Bremen habe es eine mutmaßliche Brandstiftung gegeben, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Hannover. Der polizeiliche Staatsschutz in den Ländern ermittelt.

Auf dem Internetportal linksunten.indymedia.org tauchte um 10.14 Uhr ein mögliches Bekennerschreiben auf. Ein Sprecher der Berliner Polizei sagte, dieses werde geprüft. »Wir greifen ein in eines der zentralen Nervensysteme des Kapitalismus: mehrere zehntausend Kilometer Bahnstrecke. Hier fließen Waren, Arbeitskräfte, insbesondere Daten«, heißt es in dem Schreiben mit der Autorenkennung »Shutdown G20 – Hamburg vom Netz nehmen!« In der Vergangenheit war das Portal auch zur Verbreitung erkennbar falscher oder satirischer »Bekennerschreiben« genutzt worden. Das am Montag erschienene Pamphlet ist aber keine offensichtliche Fälschung und enthält auch keine Formulierungen, die den Sprachgebrauch eines Teils der linken Szene auf die Schippe nehmen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.06.2017, Seite 4, Inland

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