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Künstlerproteste

Vogelschutz

Die Dresdner Sinfoniker müssen für ihr Anti-Mauer-Konzert an der Grenze der USA zu Mexiko umplanen. Da die US-Behörden einen Auftritt auf der US-amerikanischen Seite des Friendship Parks von San Diego untersagt haben, werde nun nur auf mexikanischer Seite in Tijuana musiziert, sagte Intendant Markus Rindt der dpa. Als offizielle Gründe für die Absage seien Sicherheitsbedenken und der Vogelschutz im Park genannt worden. Die Dresdner Sinfoniker haben für den 3. Juni zum kollektiven künstlerischen Aufstand gegen weltweit stärker werdende Abgrenzung, gegen Fanatismus und Nationalismus aufgerufen. An Vertreter aller Künste wurde appelliert, sich an Aktionen entlang der Grenze zwischen den USA und Mexiko zu beteiligen sein, wo US-Präsident Donald Trump den Bau einer Mauer plant. Die Proteste richteten sich jedoch nicht nur gegen die Politik der US-Administration, sagte Rindt. »Unsere Aktion ist an vielen Stellen der Welt möglich und nötig. Die Liste der in Frage kommenden Mauern ist leider sehr lang«. Als Beispiel nannte er den Umgang mit Geflüchteten in Europa. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.05.2017, Seite 11, Feuilleton

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