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Prozessbeginn nach ­Angriff auf Obdachlosen

Berlin. Nach dem Angriff auf einen schlafenden Obdachlosen Ende vergangenen Jahres im Berliner U-Bahnhof Schönleinstraße hat am Dienstag der Prozess gegen sieben junge Männer im Alter zwischen 16 und 21 Jahren begonnen. Sechs Angeklagte müssen sich vor dem Landgericht der Hauptstadt wegen versuchten Mordes verantworten, dem siebten wird unterlassene Hilfeleistung zur Last gelegt. Die Gruppe soll in der Nacht zum 25. Dezember versucht haben, den Ahnungslosen anzuzünden. Fahrgäste verhinderten laut Staatsanwaltschaft Schlimmeres. Sie löschten demnach die Flammen. Sechs der sieben Angeklagten kamen Ermittlerm zufolge zwischen 2014 und 2016 als Flüchtlinge aus Syrien und Libyen nach Deutschland, fünf als unbegleitete Minderjährige. Als Haupttäter gilt ein 21jähriger Syrer. Vier Aussagen Beschuldigter sind nach Beobachterangaben nicht verwertbar, da sie nicht umfassend über ihre Rechte belehrt wurden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.05.2017, Seite 4, Inland

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