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Argentiniens Richter ­begnadigen Mörder

Buenos Aires. Ein Urteil des Obersten Gerichtshofs Argentiniens hat eine Welle von Protesten politischer und Menschenrechtsorganisationen ausgelöst. Die Richter hatten erklärt, dass auch wegen schwerer Verbrechen verurteilte Angehörige der in Argentinien zwischen 1976 und 1983 herrschenden Militärjunta nach Verbüßung von zwei Dritteln ihrer Haft auf freien Fuß gesetzt werden sollen. Verwandte der unter der Diktatur Ermordeten oder »Verschwundenen« warfen den Richtern vor, auf diese Weise Mörder und Folterer zu begnadigen. (PL/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.05.2017, Seite 2, Ausland

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