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Notenbanker warnt vor neuer Finanzkrise

Paris. Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau warnte mit Blick auf die USA vor einer Lockerung der nach der Finanzkrise eingeführten schärferen Regeln für Kreditinstitute. Durch die Regulierung sei das Finanzsystem insgesamt sicherer geworden, erklärte das Mitglied des Rats der Europäischen Zentralbank in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht zur Finanzstabilität. »Jedwede Versuchung, hier zurückzugehen oder massiv zu deregulieren, würde die Gefahr einer weiteren Finanzkrise erhöhen.« Die Haltung der neuen US-Regierung hierzu ist nach Einschätzung des Gouverneurs der Banque de France entscheidend. Die zuständigen Minister und Notenbankchefs der G-20-Staaten wollten sich am Donnerstag (nach jW-Redaktionsschluss) in Washington treffen.

US-Präsident Donald Trump strebt für die heimischen Geldinstitute Erleichterungen bei der Regulierung an. Er unterzeichnete unlängst einen Erlass, wonach das nach Kriseneinbruch eingeführte Dodd-Frank-Gesetz zur schärferen Kontrolle der Banken überprüft werden soll. Das Regelungspaket war die zentrale Antwort der USA auf die Finanzkrise von 2008, als weltweit Geldhäuser mit Hilfe von Steuermilliarden und Liquiditätsgarantien vor dem Kollaps gerettet wurden. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.04.2017, Seite 9, Kapital & Arbeit

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