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Von der Leyen fordert NATO-»Aktivitätsindex«

Berlin. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU/Foto) möchte im Militärbündnis NATO neben den Ausgaben fürs Heer künftig auch die Auslandseinsätze der Mitgliedsstaaten gegeneinander aufrechnen. In einem »Aktivitätsindex« will sie die in den NATO-Missionen eingesetzten Soldaten der Länder gegenüberstellen. Ein Ministeriumssprecher sagte am Freitag in Berlin, der Vorschlag solle in die Diskussion über das 2014 vereinbarte sogenannte Zwei-Prozent-Ziel der NATO eingebracht werden.

Danach soll jeder Mitgliedsstaat bis 2024 zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für seine Streitkräfte einsetzen. Deutschland erreicht derzeit offiziell 1,2 Prozent, die USA wenden 3,6 Prozent des BIP für die Truppe auf. Von der Leyen betonte zugleich, das Zwei-Prozent-Ziel neben dem »Aktivitäts­index« beibehalten zu wollen. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.03.2017, Seite 1, Inland

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